Kategorie-Archiv: Allgemein

Wer sind wir?

Wir! Damit sind Nahida, Sarah, Lisa, Aylin, Anastasia, Cemal, Armando & Damir gemeint. Wir sind eine gemischte Gruppe die sich aus SchülerInnen der internationalen Klasse (PUG Monheim) und Gymnasiastinnen (OHG Monheim). Zusammen mit dem Dozenten Dominik Siebel sind wir die GründerInnen von weltretten.tv.

Unser Ziel ist es nicht länger die Augen vor Problemen, die ,auch wenn sie uns im Alltag nur indirekt begegnen, allgegenwertig sind, zu verschließen und unserer Unzufriedenheit mit vielen Bereichen der Welt Ausdruck zu verleihen.

Wir versuchen anderen, aber genauso gut uns selbst die Augen zu öffnen und suchen nach den Ursachen der Missstände und gucken inwiefern wir durch unser Verhalten, z.B. unser Konsumverhalten, einen Einfluss auf andere Bereiche der Welt haben.

Durchgeführt wird dieser Projektkurs indem die Idee zu weltretten.tv entstand von der Kunstschule Monheim am Rhein in Kooperation mit der PUG, dem OHG und dem SKFM.

Nahida

weltretten Tv Bild nahidaDie AfD spricht davon, dass weniger Anglizismen benutzt werden sollten, mehr deutsche Stücke an Theatern gespielt werden sollten, mehr deutsche Lieder gesungen werden sollten.

Immer wieder wird vom Deutsch sein gesprochen und von der „deutschen Leitkultur“.

Da habe auch ich mich gefragt, was denn Deutschland ausmacht? Ich bin zu keiner Liste gekommen, wie die AfD, worüber ich auch froh bin, denn ich glaube nicht das die Nationalität unsere Identität so sehr bestimmen sollte und ich will auch nicht andeuten, dass man in Nationalitäten denken sollte. Aber wenn man darüber nachdenkt, was Deutschland ausmachen könnte, ist es dann nicht die Verbundenheit zu Flucht und vor allem zur Ausgrenzung, die vor weniger als acht Jahrzehnten noch Deutsche, wie Bertholt Brecht und Willy Brandt, vertrieben hat?

Doch es geht nicht nur um die Ausgrenzung von Flüchtlingen. Durch die kontroversen Aussagen von einigen konservativen Politikern über die Flüchtlingsthematik ist jedoch total untergegangen, wie auch andere Menschen noch immer ausgegrenzt werden. Insgesamt ist die Gesellschaft, meiner Meinung nach, zwar aufgeschlossener gegenüber Menschen „anderer“ Sexualitäten als zuvor. Jedoch stellen sich viele Politiker immer noch gegen die Gleichgeschlechtlichen Ehe. Insgesamt werden wir also schon als gleich angesehen, die gleichen Recht werden uns aber trotzdem nicht eingeräumt. Warum scheint es denn immer noch so schwer, Menschen, die nicht heterosexuell sind, auf die gleiche Stufe wie Heterosexuelle zu stellen, indem man z.B. die Gleichgeschlechtlichen Ehe einführt? Sind denn nicht alle Menschen vor dem Gesetz gleich? Sehr wenige würden öffentlich sagen, dass sie in irgendeiner Weise homophob seien, aber auf die Frage, ob diese für die Gleichgeschlechtlichen Ehe seien, kriegt man sehr unterschiedliche Antworten. Kann man denn überhaupt der Meinung sein, dass Menschen jeder Sexualität den gleichen Wert haben, ohne ihnen auch die gleichen Rechte einzuräumen?

Mir kam es in letzter Zeit so vor, als seien wir alle nie unterschiedlicher gewesen, einfach aus dem Grund weil die „Andersartigkeit“ gerade ein so großes Thema ist und stark hervorgehoben wird. Dies hat sich jedoch geändert und das auch zufälligerweise während wir an diesem Projekt gearbeitet haben.

Als wir die Interviews für unser Projekt durchführen wollten, bin ich mit Sarah und Armando mit dem Bus zur Kunstschule gefahren. Wir saßen in einem Vierer und auch gegenüber von uns saßen zwei Erwachsene, eine Frau und ein Mann. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass beide über Flüchtlinge redeten und das auch nicht in dem besten Ton. Es ging darum, das Flüchtlinge finanziell viel zu viel erhalten würden, und das es unmöglich sei, diese zu integrieren, weil diese nun mal einfach nicht zu „uns“ passen würden. Innerlich war ich schon ziemlich schockiert darüber, was diese beiden Menschen für eine Meinung hatten. Doch dann ist mir erst die Ironie der Situation aufgefallen: Während die beiden über die „Andersartigkeit“ von Flüchtlingen sprachen, saß gegenüber von eben diesen zwei Menschen ein Flüchtling. Und keiner von beiden bemerkte dies im Geringsten. Dies hat mich etwas erkennen lassen:

Manchmal denkt man, wenn man Menschen aus der Ferne betrachtet, dass sie so anders seien als man selbst. Dabei bemerkt man eben diese „Andersartigkeit“ des Menschen nicht einmal wenn man neben diesem sitzt. Ich will hiermit nicht sagen, dass ich glaube es gäbe keine Unterschiede zwischen uns allen. Die gibt es und das finde ich auch gut so. Aber ich finde uns alle verbindet so viel mehr und wir alle sind doch irgendwo gleich, selbst wenn uns Sachen wie Sexualität, Nationalität, Religion oder Hautfarbe unterscheiden. Im Endeffekt trennen uns diese Unterschiede selbst dann nicht, wenn wir nebeneinander im Bus sitzen.

Anastasia

Anstasia Weltretten tvPersönlich finde ich, einen Projektkurs zu haben, der sich mit wichtigen Themen wie zum Beispiel Flüchtlinge und Umweltverschmutzung auseinander setzt, sehr gut. Denn solche Themen betreffen nicht nur unsere Politiker, Minister oder Präsidenten sondern jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt. Wir alle sprechen davon, dass sich etwas ändern muss. Das die Menschheit ihre Lebensart umstellen muss und dass jeder einzelne etwas beitragen sollte. Jedoch sieht man nicht das sich wirklich etwas ändert. Nicht jeder achtet darauf den Müll richtig zu trennen. Oder bei Spazieren einen Mülleimer aufzusuchen anstatt das Trinkpäckchen oder Kaugummi in das Gebüsch zu werfen.

Denn alles hat einen Effekt auf unsere Umwelt. Tiere sterben aus weil wir Menschen Regenwälder abholzen um unseren Fensterrahmen oder Klodeckel zu erneuern. Zugegeben sind diese Sachen sehr nützlich aber sollten kein Tierleben ersetzten. Auch das Flüchtlingsproblem wird immer größer. Leider sind nur sehr wenige Menschen wirklich über das Thema aufgeklärt was die Situation nur noch verschlechtert. Es ist wichtig die Menschen wissen zu lassen wieso diese Menschen ihr Land, ihre Wohnung und ihre eigentliche Sicherheit verlassen haben nur um in unser Land zu kommen. Denn genau diese Sicherheit , die sie nicht mehr besitzen, zwingt sie dazu ihre Wohnung zu verlassen und mit leeren Händen nach der Sicherheit zu suchen. Sie hinterlassen ihr ganzes Hab-gut mit der Hoffnung irgendwo anders Glücklich zu werden. Je mehr beschied wüssten dass diese Menschen nicht hier sind um zum Beispiel gezielt Arbeitsplätze zu klauen, desto weniger Aufstände würde es geben und desto offener wären alle gegenüber einander was das zusammenleben um einiges Vereinfacht. Mich stört es wie einige Menschen sich laut beschweren das Flüchtlinge nicht in unser Land gehören. Aber wenn nicht wir ihnen helfen wer sonst ? Denn sie sind auch nur Menschen. Menschen die Glücklich sein wollen. Die die Freiheit spüren wollen und keine Angst haben wollen. Diese Menschen haben diese Art von Leben nicht ausgesucht. Niemand von uns würde sich in deren Lage versetzten wollen und alles was sie durchgemacht haben an unseren eigen Leib spüren wollen. Ich hoffe sehr dass sich alle mal Gedanken darüber machen wie es wäre an deren Stelle zu sein und sich nicht mehr wünschen dass die Flüchtlinge zurück geschickt werden.

 

Dominik

Dominik weltretten tvSeid ich denken kann, interessieren mich Orte an denen Menschen einander begegnen und gemeinsam versuchen sich die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Mit dem“Institut für Weltgestaltung“ und zuvor mit „Mühlenkampf“ hoffe ich zwei solche Handlungsräume initiiert zu haben. Mit meinen Filmen und Kunsprojekten möchte ich dazu beizutragen, dass solche Orte wahrscheinlicher werden. Ich freue mich sehr, dass die Kunst-Schule Monheim mir ermöglicht mit dieser interessanten Gruppe Filme zu machen.